Kurz gesagt
- Die Formel lautet =MEDIAN(Bereich), in deutschem Excel mit Semikolon als Trennzeichen, etwa =MEDIAN(1;2;3;4;5;6).
- Bei ungerader Anzahl liefert Excel den mittleren Wert, bei gerader Anzahl den Durchschnitt der beiden mittleren Werte. Der Median von 1 bis 6 ist 3,5.
- Leere Zellen und Text in einem Bereich werden ignoriert, Nullen dagegen mitgezählt. Fehlerwerte wie #NV führen zu einem Fehler.
- Für einen bedingten Median kombinieren Sie MEDIAN mit FILTER, zum Beispiel =MEDIAN(FILTER(B2:B100;A2:A100="Ost")).
- Der Median ist robuster gegen Ausreißer als der Mittelwert und eignet sich daher für Gehälter, Lieferzeiten oder Bestellwerte.
Inhaltsverzeichnis
Was der Median eigentlich aussagt
Der Median, auch Zentralwert genannt, ist der Wert, der eine nach Größe geordnete Datenreihe in zwei gleich große Hälften teilt. Die Hälfte der Werte liegt darunter, die andere Hälfte darüber. So beschreibt es auch die Definition in der Wikipedia: Werte aufsteigend ordnen, bei ungerader Anzahl die mittlere Zahl nehmen, bei gerader Anzahl das Mittel der beiden mittleren Zahlen bilden.
Zwei kleine Beispiele zeigen den Unterschied:
- Ungerade Anzahl: 1, 2, 3, 4, 5. Der mittlere Wert ist die 3, also ist der Median 3.
- Gerade Anzahl: 1, 2, 3, 4, 5, 6. Es gibt keinen einzelnen mittleren Wert. Excel nimmt die dritte und vierte Zahl, 3 und 4, und bildet daraus den Durchschnitt: 3,5.
Genau dieses Beispiel nennt Microsoft in der
offiziellen Dokumentation der MEDIAN-Funktion: Für 1 bis 5 liefert die Funktion 3, für 1 bis 6 liefert sie 3,5. Damit ist auch die häufige Frage beantwortet, was der Median von 1, 2, 3, 4, 5, 6 ist.
Ein Detail, das in Berichten oft übersehen wird: Bei einer geraden Anzahl von Werten kann der Median eine Zahl sein, die in Ihren Daten gar nicht vorkommt. Wenn Sie den Median von sechs Bestellungen berechnen und 47,50 € herauskommt, muss es keine einzige Bestellung über genau 47,50 € gegeben haben. Das ist kein Fehler, sondern die normale Berechnung. Beschriften Sie den Wert deshalb als „mittlerer Bestellwert“ und nicht als „typische Bestellung“, wenn Sie Missverständnisse im Management vermeiden wollen.
Die MEDIAN-Funktion: Syntax und Verhalten
Die Syntax ist kurz:
=MEDIAN(Zahl1;[Zahl2];...)
Zahl1 ist Pflicht, alle weiteren Argumente sind optional. Laut
Microsoft sind bis zu 255 Argumente erlaubt, und jedes davon darf eine Zahl, ein Name, eine Matrix oder ein Zellbezug sein. Sie können also auch mehrere getrennte Bereiche in einer Formel zusammenfassen, etwa
=MEDIAN(B2:B50;D2:D50;120).
Wichtig ist, wie die Funktion mit unterschiedlichen Inhalten umgeht. Hier liegt die Ursache für die meisten „falschen“ Ergebnisse:
| Inhalt | Im Zellbereich (z. B. A2:A100) | Direkt in der Formel getippt |
| Zahlen | werden berücksichtigt | werden berücksichtigt |
| Nullen (0) | werden berücksichtigt | werden berücksichtigt |
| Leere Zellen | werden ignoriert | nicht zutreffend |
| Text, auch „Zahlen als Text“ | werden ignoriert | Text, der sich als Zahl lesen lässt, wird gezählt |
| Wahrheitswerte (WAHR/FALSCH) | werden ignoriert | werden gezählt |
| Fehlerwerte (#NV, #DIV/0!) | Formel liefert einen Fehler | Formel liefert einen Fehler |
Die Unterscheidung zwischen Bereich und direkter Eingabe stammt aus der
Microsoft-Dokumentation. In der Praxis arbeiten Sie fast immer mit Bereichen, deshalb sind die mittlere Spalte und vor allem die Zeile mit den Nullen die entscheidenden.
Noch ein Hinweis für Leserinnen und Leser, die zwischen Programmen wechseln: In deutschen Excel-Versionen trennen Sie Argumente mit Semikolon und schreiben Dezimalzahlen mit Komma. In englischen Anleitungen steht =MEDIAN(1,2,3), bei Ihnen heißt dasselbe =MEDIAN(1;2;3). Google Tabellen verwendet in der deutschen Oberfläche ebenfalls das Semikolon, wie die Google-Hilfe zu MEDIAN zeigt. Der Funktionsname MEDIAN ist in beiden Programmen und in allen Sprachversionen gleich.
Median berechnen in Excel: zwei Wege Schritt für Schritt
Weg 1: Formel direkt eintippen
- Klicken Sie in eine leere Zelle, in der das Ergebnis stehen soll, zum Beispiel D2.
- Tippen Sie =MEDIAN( ein.
- Markieren Sie mit der Maus den Datenbereich, etwa B2:B100. Excel setzt den Bezug automatisch ein.
- Schließen Sie die Klammer und drücken Sie die Eingabetaste.
Sie müssen die Daten vorher nicht sortieren. Excel ermittelt die Mitte intern. Das ist ein echter Vorteil für wiederkehrende Berichte: Die Reihenfolge Ihrer Tabelle bleibt unangetastet, und das Ergebnis aktualisiert sich automatisch, sobald neue Werte hinzukommen. Wer stattdessen manuell sortiert und abzählt, riskiert spätestens beim nächsten Datenimport Fehler.
Tipp: Formatieren Sie Ihre Daten als Tabelle (Strg+T). Dann können Sie mit strukturierten Verweisen wie =MEDIAN(Umsatz[Betrag]) arbeiten, und neue Zeilen fließen ohne Anpassung der Formel in den Median ein.
Weg 2: Über das Menü einfügen
Wenn Sie Formeln lieber zusammenklicken, beschreibt Microsoft auf der Seite Berechnen des Medians einer Zahlengruppe diesen Weg:
- Daten eingeben oder einfügen.
- Eine leere Ergebniszelle auswählen.
- Auf der Registerkarte Formeln auf den Pfeil neben AutoSumme klicken und Weitere Funktionen wählen.
- Im Suchfeld „MEDIAN“ eingeben, die Funktion auswählen und bestätigen.
- Den Datenbereich markieren und mit OK abschließen.
Im Microsoft-Beispiel mit den Werten 10, 7, 9, 27, 0 und 4 ergibt sich 8: Sortiert lauten die Werte 0, 4, 7, 9, 10, 27, die beiden mittleren sind 7 und 9, ihr Durchschnitt ist 8. Die Anleitung gilt laut Microsoft für Microsoft 365, Excel 2024, 2021, 2019, 2016 und Excel für Mac.
Median, Mittelwert und Modalwert im Vergleich
Excel bietet drei klassische Maße für die Mitte einer Datenreihe. Microsoft stellt sie in der Erklärung zur zentralen Tendenz nebeneinander und rechnet mit den Werten 2, 3, 3, 5, 7, 10: Der Mittelwert ist 5, der Median 4, der Modalwert 3.
| Maß | Excel-Funktion | Was es zeigt | Beispiel 2, 3, 3, 5, 7, 10 |
| Mittelwert | =MITTELWERT() | Summe geteilt durch Anzahl | 5 |
| Median | =MEDIAN() | Wert in der Mitte der sortierten Reihe | 4 |
| Modalwert | =MODUS.EINF() | häufigster Wert | 3 |
Warum das wichtig ist, zeigt ein eigenes Rechenbeispiel aus dem Versand. Angenommen, sieben Lieferungen hatten folgende Laufzeiten in Tagen: 2, 3, 3, 4, 4, 5 und 21. Die eine Lieferung mit 21 Tagen hing am Zoll fest.
- =MITTELWERT() ergibt 6 Tage (42 geteilt durch 7).
- =MEDIAN() ergibt 4 Tage.
Welche Zahl beschreibt die normale Lieferzeit besser? Sechs von sieben Lieferungen waren nach höchstens 5 Tagen da. Der Mittelwert von 6 Tagen wird von einem einzigen Ausreißer nach oben gezogen, der Median nicht. Genau deshalb greifen Analysten bei schiefen Verteilungen wie Gehältern, Immobilienpreisen, Bearbeitungszeiten oder Warenkorbwerten gern zum Median. Bei symmetrisch verteilten Daten liegen beide Werte dagegen nahe beieinander, wie Microsoft ebenfalls festhält.
Oft ist die beste Lösung, beide Werte zu zeigen. Liegt der Mittelwert deutlich über dem Median, gibt es einige sehr hohe Werte. Liegt er darunter, ziehen einzelne sehr niedrige Werte den Schnitt nach unten. Diese Differenz ist für sich schon eine Erkenntnis, die in keinem Bericht fehlen sollte. Wie das in einer Personalkostenauswertung aussieht, zeigt dieser Leitfaden zu einer Excel-Vorlage für Personalkosten nach Kostenstelle: Gerade bei Gehältern verzerren wenige hohe Positionen den Durchschnitt schnell.
Und wenn nicht jeder Wert gleich viel zählen soll, etwa bei Einkaufspreisen mit unterschiedlichen Mengen, brauchen Sie weder Median noch einfachen Mittelwert, sondern einen gewichteten Durchschnitt. Wie man den gewichteten Durchschnittspreis Schritt für Schritt berechnet, ist dort anschaulich erklärt. In Excel lösen Sie das typischerweise mit SUMMENPRODUKT geteilt durch SUMME.
Eine Übersicht aller weiteren Statistikfunktionen, von MITTELABW bis QUARTILE.INKL, finden Sie in der Microsoft-Referenz der statistischen Funktionen.
Median mit Bedingung: nach Region, Monat oder Produkt
Eine Funktion „MEDIANWENN“ gibt es in Excel nicht, anders als MITTELWERTWENN oder ZÄHLENWENN. Trotzdem lässt sich ein bedingter Median sauber berechnen, indem Sie die Daten zuerst filtern und dann an MEDIAN übergeben. Das funktioniert, weil MEDIAN Matrizen als Argument akzeptiert.
Angenommen, in Spalte A steht die Region, in Spalte B der Umsatz und in Spalte C das Datum.
Moderne Excel-Versionen mit FILTER (z. B. Microsoft 365, Excel 2021 und neuer):
- Median für die Region Ost:
=MEDIAN(FILTER(B2:B100;A2:A100="Ost"))
- Median für Ost ab dem 1. Januar 2026, also zwei Bedingungen gleichzeitig:
=MEDIAN(FILTER(B2:B100;(A2:A100="Ost")*(C2:C100>=DATUM(2026;1;1))))
- Median für Ost oder West (das Plus steht für ODER):
=MEDIAN(FILTER(B2:B100;(A2:A100="Ost")+(A2:A100="West")))
Das Multiplikationszeichen verknüpft Bedingungen mit UND, das Pluszeichen mit ODER. Schreiben Sie die Region am besten in eine eigene Zelle, etwa F1, und verweisen Sie darauf: A2:A100=F1. So bauen Sie mit wenig Aufwand eine kleine Auswahl, über die Ihr Bericht per Dropdown umschaltet.
Ältere Versionen ohne FILTER:
=MEDIAN(WENN(A2:A100="Ost";B2:B100))
In Excel 2019 und älter müssen Sie diese Formel als Matrixformel mit Strg+Umschalt+Eingabe abschließen, dann erscheinen geschweifte Klammern um die Formel. WENN liefert für alle Zeilen außerhalb von Ost den Wert FALSCH, und den ignoriert MEDIAN in einer Matrix. Wer mehrere Bedingungen braucht, verschachtelt WENN-Funktionen. Wie das übersichtlich bleibt, zeigen wir in unserem Beitrag zur verschachtelten WENN-Funktion.
Testen Sie die FILTER-Variante in Ihrer eigenen Excel-Version, bevor Sie eine Vorlage an Kollegen weitergeben. Wer noch mit einer älteren Version arbeitet, sieht sonst nur #NAME?.
Nullen, leere Zellen, Fehler: die typischen Fallstricke
Nullen, die eigentlich fehlende Werte sind
Das ist der Klassiker. Leere Zellen ignoriert MEDIAN, eine 0 dagegen zählt als echter Wert (Microsoft). Viele Exporte aus ERP- oder Kassensystemen schreiben aber 0, wo eigentlich „keine Angabe“ gemeint ist. Dann rutscht Ihr Median nach unten, ohne dass es auffällt.
Klären Sie deshalb zuerst die fachliche Frage: Ist die 0 eine echte Messung, etwa ein Tag ohne Umsatz, oder ein Platzhalter für fehlende Daten? Nur im zweiten Fall schließen Sie sie aus:
=MEDIAN(FILTER(B2:B100;B2:B100<>0))
In älteren Versionen: =MEDIAN(WENN(B2:B100<>0;B2:B100)) als Matrixformel.
Dasselbe Problem kennen Sie aus Datenbanken, wo fehlende Werte als NULL gespeichert werden. Wenn Sie auch mit SQL arbeiten, können Sie den Umgang mit NULL-Werten bei uns kostenlos üben.
Leer aussehende Zellen, die nicht leer sind
Eine Formel wie =WENN(C2="";"";C2*2) liefert eine leere Zeichenkette. Die Zelle sieht leer aus, enthält aber Text. MEDIAN ignoriert sie zum Glück, weil Text im Bereich nicht zählt. Gefährlich wird es, wenn Ihre Formel stattdessen 0 zurückgibt und das Zahlenformat Nullen ausblendet. Dann sehen Sie nichts, und der Median ist trotzdem verfälscht. Prüfen Sie im Zweifel mit =ANZAHL(B2:B100), wie viele Zahlen tatsächlich in die Berechnung eingehen.
Zahlen, die als Text gespeichert sind
Nach einem CSV-Import stehen Werte manchmal linksbündig in der Zelle, oft mit einem grünen Dreieck. Das sind Texte, und MEDIAN überspringt sie im Bereich stillschweigend. Ihr Ergebnis basiert dann auf weniger Werten, als Sie denken. Abhilfe schaffen die Fehlerprüfung „In eine Zahl umwandeln“, die Funktion WERT oder bei überflüssigen Leerzeichen die GLÄTTEN-Funktion. Auch hier hilft der Vergleich =ANZAHL(B2:B100) mit =ANZAHL2(B2:B100), um Text-Zahlen schnell aufzuspüren.
Fehlerwerte im Bereich
Steht irgendwo im Bereich #NV oder #DIV/0!, gibt MEDIAN selbst einen Fehler zurück, statt den Wert zu überspringen. Das ist so dokumentiert und eigentlich sinnvoll, weil es Sie auf ein Datenproblem aufmerksam macht. Die beste Lösung ist, die Ursache in den Quelldaten zu beheben. Wenn das nicht geht, filtern Sie nur die Zahlen heraus:
=MEDIAN(FILTER(B2:B100;ISTZAHL(B2:B100)))
Damit gehen alle Fehler, Texte und Wahrheitswerte nicht in die Berechnung ein. Dokumentieren Sie im Bericht, dass Werte ausgeschlossen wurden, damit niemand das Ergebnis mit dem vollständigen Datensatz verwechselt.
Den Median im Bericht sichtbar machen
Eine einzelne Zahl erzählt nur einen Teil der Geschichte. Diese Ergänzungen machen Ihre Auswertung deutlich aussagekräftiger:
- Quartile dazu: =QUARTIL.INKL(B2:B100;1) und =QUARTIL.INKL(B2:B100;3) zeigen, wo das untere und obere Viertel beginnen. Der Median entspricht dem zweiten Quartil.
- Boxplot: Ein Kastengrafik-Diagramm zeigt Median, Quartile und Ausreißer auf einen Blick. Wie Sie es aufbauen und richtig lesen, erklärt unser Leitfaden zum Boxplot in Excel.
- Heatmap: Wenn Sie Mediane pro Region und Monat in einer Matrix berechnen, macht eine Farbskala Muster sofort sichtbar. Die Anleitung finden Sie unter Heatmap in Excel erstellen.
- Pivot-Tabellen: In den Wertfeldeinstellungen einer klassischen PivotTable stehen Funktionen wie Summe, Anzahl und Mittelwert zur Wahl, einen Median finden Sie dort in der Regel nicht. Ein praktikabler Weg ist, die Pivot für die Struktur zu nutzen und den Median daneben mit MEDIAN und FILTER zu berechnen. Wenn Sie nach Monaten auswerten, hilft unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Gruppieren von Datumswerten in der Pivot-Tabelle.
Unsere Sicht: Den Median versteht man erst, wenn man ihn selbst gerechnet hat
Wir sehen bei LogicExcel immer wieder dasselbe Muster. Die Formel =MEDIAN() kennen fast alle nach fünf Minuten. Unsicher werden Lernende erst, wenn die Daten nicht perfekt sind: eine Null, die eigentlich fehlen sollte, eine Textzahl aus dem Export, eine Bedingung, für die es keine fertige Funktion gibt. Genau diese Situationen entscheiden im Job, ob ein Bericht stimmt.
Unsere Erfahrung ist, dass Lesen allein dafür nicht reicht. Wer eine Anleitung nur durchscrollt, erkennt die Lösung, wenn er sie sieht, kommt aber vor einer leeren Zelle nicht selbst darauf. Deshalb setzen wir auf aktives Üben: Sie tippen die Formel selbst ein, bekommen sofort Rückmeldung und eine verständliche Erklärung, warum Ihr Ergebnis stimmt oder nicht. Das baut genau das Muskelgedächtnis auf, das Analysten, Führungskräfte und Quereinsteiger brauchen, wenn sie ihre eigenen Auswertungen bauen.
Unser Rat für den Median ganz konkret: Rechnen Sie ihn immer zusammen mit dem Mittelwert und der Anzahl der Werte. Drei Zahlen, und Sie sehen sofort, ob Ausreißer im Spiel sind und ob wirklich alle Daten in die Berechnung eingeflossen sind.
> — Thomas Houza
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Häufige Fragen zum Median in Excel
Wie berechnet man Median und Mittelwert in Excel?
Den Median berechnen Sie mit =MEDIAN(A2:A100), den Mittelwert mit =MITTELWERT(A2:A100). Der Mittelwert ist die Summe geteilt durch die Anzahl, der Median der Wert in der Mitte der sortierten Reihe. Bei Daten mit Ausreißern weichen beide oft deutlich voneinander ab, deshalb lohnt es sich, beide nebeneinander anzuzeigen.
Was ist der Median von 1, 2, 3, 4, 5, 6?
Der Median ist 3,5. Bei sechs Werten gibt es keinen einzelnen mittleren Wert, deshalb bildet man den Durchschnitt aus der dritten und vierten Zahl, also aus 3 und 4. In Excel liefert =MEDIAN(1;2;3;4;5;6) genau dieses Ergebnis.
Wie berechne ich den Durchschnitt in Excel ohne leere Zellen?
Sie müssen nichts Besonderes tun: MITTELWERT und MEDIAN ignorieren leere Zellen in einem Bereich automatisch. Anders ist es bei Nullen, die zählen mit. Wenn Nullen fehlende Daten bedeuten, verwenden Sie =MITTELWERTWENN(A2:A100;"<>0") für den Durchschnitt oder =MEDIAN(FILTER(A2:A100;A2:A100<>0)) für den Median.
Warum zeigt meine MEDIAN-Formel einen Fehler an?
Meist steht im Bereich ein Fehlerwert wie #NV oder #DIV/0!, und MEDIAN gibt ihn weiter. Suchen Sie die betroffene Zelle und beheben Sie die Ursache, oder filtern Sie mit =MEDIAN(FILTER(A2:A100;ISTZAHL(A2:A100))) nur echte Zahlen heraus. Erscheint #NAME?, unterstützt Ihre Excel-Version die Funktion FILTER wahrscheinlich nicht.
Quellen
Empfehlungen