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> Kurz gesagt:
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> - Ein Kombinationsdiagramm eignet sich vor allem, wenn unterschiedliche Kennzahlen mit verschiedenen Einheiten oder Größenordnungen in einer Grafik vergleichbar gemacht werden sollen.
> - Die Sekundärachse sollte nur verwendet werden, wenn die Werte stark differieren, beispielsweise bei Euro-Beträgen und Prozentzahlen, und muss korrekt skaliert sowie eindeutig beschriftet werden.
> - Bei bereits bestehenden Linien- oder Säulendiagrammen ist die nachträgliche Umwandlung in ein Kombi-Diagramm möglich, um Zeit bei der Aktualisierung zu sparen.
> - Kombinationen wie Säule mit Linie oder Fläche mit Säule sind häufig sinnvoll, während zu viele unterschiedliche Diagrammtypen in einer Grafik die Lesbarkeit stark beeinträchtigen.
> - Für interaktive Dashboards empfiehlt sich der Einsatz von Kontrollkästchen, um Reihen bei Bedarf sichtbar oder unsichtbar zu machen, was ohne VBA möglich ist.
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Inhaltsverzeichnis
Was ist ein Kombinationsdiagramm und wann lohnt sich der Einsatz?
Ein Kombinationsdiagramm verbindet mindestens zwei Diagrammtypen, damit unterschiedliche Kennzahlen in einer einzigen Ansicht vergleichbar werden. Der Nutzen liegt darin, dass Sie nicht zwischen zwei getrennten Grafiken hin und her springen müssen, um einen Zusammenhang zu erkennen.
Ein klassisches Beispiel: Säulen zeigen den monatlichen Umsatz, eine Linie darüber die Gewinnmarge in Prozent. So sehen Sie auf einen Blick, ob steigender Umsatz auch mit besserer Marge einhergeht, oder ob das Gegenteil passiert. Ein weiteres Beispiel aus dem Controlling ist der Vergleich von Ist- und Planwerten, wobei die Ist-Zahlen als Säulen und die Planlinie als durchgezogene oder gestrichelte Linie dargestellt werden.
Nicht jede Datenkombination gehört in ein einziges Diagramm. Wenn zwei Kennzahlen fachlich nichts miteinander zu tun haben oder ihre Skalen so weit auseinanderliegen, dass die Grafik verzerrt wirkt, sind zwei getrennte Diagramme oft die verständlichere Lösung.
Typische Fälle, in denen sich ein Kombinationsdiagramm lohnt:
- Umsatz (Säule) und Wachstumsrate (Linie) im selben Zeitraum
- Ist-Werte (Säule) gegen Planwerte (Linie) im Monatsvergleich
- Bestandsmenge (Fläche) neben Einzelverkäufen (Säule)
- Temperatur (Linie) neben Niederschlagsmenge (Säule) in Wetterauswertungen
Wie erstelle ich ein Kombinationsdiagramm in Excel?
Der Grundablauf lässt sich in wenigen Minuten durchführen, wenn die Rohdaten richtig strukturiert sind. Excel braucht dafür Spalten mit klaren Überschriften und eine gemeinsame Kategorieachse, meist Monate oder Produktnamen in der ersten Spalte.
So gehen Sie konkret vor:
- Daten vorbereiten: Ordnen Sie Ihre Werte in Spalten an, mit Beschriftungen in der Kopfzeile (z. B. „Monat“, „Umsatz“, „Marge in %“). Excel liest diese Struktur automatisch für die Diagrammerstellung ein.
- Bereich markieren: Wählen Sie alle relevanten Zellen inklusive Überschriften aus.
- Menü öffnen: Klicken Sie auf Einfügen → Empfohlene Diagramme. Wechseln Sie im erscheinenden Dialog zum Reiter Alle Diagramme und wählen Sie dort Kombi.
- Diagrammtyp pro Reihe zuweisen: Im Kombi-Dialog sehen Sie jede Datenreihe einzeln aufgeführt. Legen Sie fest, ob eine Reihe als Säule, Linie oder Fläche dargestellt wird.
- Sekundärachse aktivieren: Setzen Sie bei der Reihe mit der abweichenden Einheit (z. B. Prozent) das Häkchen bei „Sekundärachse“, damit die Skalen nicht ineinander verschwimmen. Microsoft Support beschreibt diesen Zuweisungsschritt als zentralen Teil des Kombi-Dialogs.
- Nachbearbeitung: Fügen Sie über die Diagrammelemente Achsentitel, eine Legende und bei Bedarf Datenbeschriftungen hinzu. Entfernen Sie überflüssige Gitternetzlinien.
Profi-Tipp: Weisen Sie die Sekundärachse immer erst zu, nachdem Sie den Diagrammtyp pro Reihe festgelegt haben. Sonst springt Excel bei jeder Änderung zurück in die automatische Skalierung, und Sie fangen bei der Formatierung wieder von vorne an.
Für die Datenauswahl und erste Diagrammtypen lohnt sich ein Blick auf die Grundlagen zur Diagrammerstellung, bevor Sie zur Kombi-Variante wechseln.
Bestehendes Diagramm in ein Kombinationsdiagramm umwandeln
Wer bereits ein einfaches Säulen- oder Liniendiagramm hat, muss nicht neu anfangen. Excel erlaubt die nachträgliche Umwandlung über den Diagrammtyp, ohne dass Layout, Titel oder Formatierung verloren gehen.
So funktioniert die Umwandlung:
- Klicken Sie das bestehende Diagramm einmal an, damit es aktiv ist.
- Öffnen Sie per Rechtsklick oder über das Menüband die Option Diagrammtyp ändern.
- Wählen Sie im Dialog Kombi und stellen Sie für jede Reihe den passenden Typ ein.
- Legen Sie per Rechtsklick auf die betroffene Reihe unter Datenreihen formatieren die Sekundärachse fest.
Der Vorteil dieser Methode: Sie sparen sich das erneute Markieren der Datenbereiche und behalten bereits vorgenommene Formatierungen wie Farbschema oder Diagrammtitel bei. Das Dialogfeld „Diagrammtyp ändern“ ist dabei der zentrale Hebel, mit dem sich bestehende Grafiken schnell in Kombi-Charts verwandeln lassen, ganz ohne Neuanlage der gesamten Visualisierung. Gerade bei Reports, die monatlich aktualisiert werden, ist das der schnellere Weg gegenüber einer kompletten Neuerstellung.
Welche Kombinationen aus Diagrammtypen funktionieren am besten?
Nicht jede Kombination ergibt Sinn, aber ein paar Muster haben sich in der Praxis bewährt. Sie lassen sich fast eins zu eins auf eigene Daten übertragen.
- Säule + Linie: Zeigt absolute Mengen (Säule) neben einer Rate oder einem Prozentsatz (Linie), etwa Verkaufszahlen gegen Retourenquote.
- Fläche + Säule: Fläche eignet sich für eine kumulierte Größe wie den Lagerbestand, während Säulen einzelne Bewegungen wie Tagesverkäufe darstellen.
- Linie + Linie mit unterschiedlicher Achse: Zwei Trends mit stark abweichenden Skalen, etwa Besucherzahlen und Umsatz pro Besucher.
- Balken + Punkt: Seltener genutzt, aber hilfreich, wenn einzelne Zielwerte als Marker über Balkenwerten liegen sollen.
Problematisch wird es bei Kombinationen wie Kreisdiagramm plus Säule. Ein Kreisdiagramm zeigt Anteile an einem Ganzen, eine Säule zeigt absolute Werte über Kategorien. Beide Logiken in einer Grafik zu vereinen, verwirrt mehr, als es erklärt. Auch drei oder mehr völlig unterschiedliche Diagrammtypen in einer Ansicht überfordern die meisten Betrachter binnen Sekunden.
Ein praktisches Beispiel zur Interpretation: Steigt die Umsatzsäule über mehrere Monate, während die Margenlinie fällt, deutet das auf wachsenden Preisdruck oder steigende Kosten hin, ein Muster, das in zwei getrennten Diagrammen viel schwerer auf den ersten Blick auffällt.
Wann brauchen Sie wirklich eine Sekundärachse?
Die Sekundärachse ist das Bauteil, das die meisten Anfängerfehler in Kombinationsdiagrammen verursacht. Richtig eingesetzt schafft sie Klarheit, falsch eingesetzt verzerrt sie die Aussage komplett.
Eine Sekundärachse ist sinnvoll, wenn zwei Reihen unterschiedliche Einheiten oder stark abweichende Größenordnungen haben, etwa Euro-Beträge im sechsstelligen Bereich neben einer Prozentzahl zwischen 0 und 100. Business-Wissen weist darauf hin, dass eine falsch eingesetzte Sekundärachse Betrachter eher verwirrt, als sie zu informieren, weshalb klare Beschriftung und passende Skalen entscheidend sind.
So gehen Sie vor:
- Aktivieren Sie die Sekundärachse direkt im Kombi-Dialog beim Zuweisen der Diagrammtypen, oder nachträglich per Rechtsklick auf die Datenreihe und „Datenreihen formatieren“.
- Prüfen Sie die Achsenskalierung: Setzen Sie das Minimum manuell auf 0, wenn Excel automatisch einen anderen Startpunkt wählt. Sonst wirken kleine Unterschiede optisch riesig.
- Beschriften Sie beide Achsen eindeutig, damit niemand raten muss, welche Linie zu welcher Achse gehört.
Profi-Tipp: Wenn Excel die Sekundärachse automatisch so skaliert, dass Ihr Diagramm optisch verfälscht wirkt, erzwingen Sie die Achsgrenzen manuell und synchronisieren Sie die Gitternetzlinien beider Achsen. Erst dann sind die beiden Reihen wirklich fair vergleichbar.
Manchmal ist der bessere Weg gar keine Sekundärachse, sondern zwei nebeneinander platzierte Diagramme. Experten raten dazu besonders dann, wenn zwischen den Kennzahlen kein direkter fachlicher Zusammenhang besteht, denn dann suggeriert eine gemeinsame Grafik eine Verbindung, die es in den Daten gar nicht gibt. Wer mit Prozentwerten neben absoluten Zahlen arbeitet, findet zusätzlichen Hintergrund in den Einsatzplanung im Bau & Handwerk: Wann Excel nicht reicht, der erklärt, wann Excel an seine Grenzen stößt und spezialisierte Software nötig wird.
Formatierung und Design-Checkliste für Kombinationsdiagramme
Ein technisch korrekt erstelltes Diagramm kann trotzdem schwer lesbar sein, wenn die Formatierung nicht stimmt. Gute Praxis begrenzt ein Kombinationsdiagramm auf maximal zwei bis drei Datenreihen, reduziert überflüssige Gitternetzlinien und setzt auf klar unterscheidbare Farben.
Vor der Veröffentlichung lohnt sich eine kurze Prüfung anhand dieser Fragen:
- Haben beide Achsen einen eindeutigen Titel, der die Einheit nennt?
- Beginnt die Wertachse bei null, oder gibt es einen guten Grund für einen anderen Startpunkt?
- Unterscheiden sich die Farben der Reihen deutlich genug, auch in Graustufen-Druck?
- Sind Legende und Datenbeschriftungen sparsam eingesetzt, ohne die Grafik zu überladen?
- Lässt sich das Diagramm in fünf Sekunden richtig interpretieren, ohne Rückfrage?
Für Barrierefreiheit hilft es, Linienreihen nicht nur über Farbe, sondern auch über unterschiedliche Linienarten oder Marker zu unterscheiden, etwa durchgezogen gegen gestrichelt. So bleibt das Diagramm auch bei Schwarzweißdruck oder für farbenblinde Betrachter lesbar. Mehr Reihen als nötig sind der häufigste Formatierungsfehler: Sobald ein Diagramm mehr als drei Datenreihen zeigt, sinkt die Lesbarkeit spürbar, unabhängig davon, wie gut die Farben gewählt sind.
Detaillierte Formatierungsschritte für Achsentitel, Farbwahl und Datenbeschriftungen finden Sie in der Anleitung zur Diagrammformatierung.
Wie baut man ein dynamisches Kombinationsdiagramm mit Kontrollkästchen?
Fortgeschrittene Anwender wollen oft, dass Betrachter selbst entscheiden können, welche Reihe im Diagramm sichtbar ist. Das lässt sich mit Kontrollkästchen und Hilfsdaten lösen, ganz ohne VBA.
Der Aufbau funktioniert in vier Schritten:
- Fügen Sie über Entwicklertools → Einfügen → Formularsteuerelemente ein Kontrollkästchen ein und verknüpfen Sie es mit einer leeren Zelle.
- Erstellen Sie eine Hilfsspalte mit einer WENN-Formel, die je nach Zellstatus (WAHR/FALSCH) entweder den echten Wert oder die Funktion NA() zurückgibt.
- NA() sorgt dafür, dass Excel den betroffenen Punkt im Diagramm komplett ausblendet, statt ihn als Nullwert zu zeichnen. Diese Methode gilt laut ExtendOffice als zuverlässiger Weg, Reihen per Kontrollkästchen sichtbar oder unsichtbar zu schalten.
- Bauen Sie das Kombinationsdiagramm auf Basis dieser Hilfsreihen auf und weisen Sie wie gewohnt Diagrammtyp und Sekundärachse zu.
Profi-Tipp: Testen Sie die Hilfsformel zuerst in einer separaten Spalte, bevor Sie das Diagramm darauf aufbauen. So sehen Sie sofort, ob NA() korrekt greift, statt später im Diagramm nach dem Fehler suchen zu müssen.
Wer diese Formellogik mit IF- und NA-Funktionen noch nicht sicher beherrscht, übt sie am besten direkt in einer echten Tabellenumgebung, etwa mit den interaktiven Excel-Übungen von Logicexcel, bei denen sofortiges Feedback zeigt, ob die Formel wirklich funktioniert.
Wie Kombinationsdiagramme ins Reporting gehören
Aus meiner Sicht werden Kombinationsdiagramme in vielen Berichten falsch eingesetzt, nicht weil sie zu kompliziert sind, sondern weil sie zu oft für die falsche Situation gewählt werden. Für einen Dashboard-Snapshot, den jemand in zehn Sekunden erfassen soll, ist ein Kombinationsdiagramm ideal. Für eine tiefere Analyse, bei der jede Kennzahl einzeln diskutiert wird, sind getrennte Diagramme fast immer die bessere Wahl, auch wenn das mehr Platz auf der Folie kostet.
Wer ein Kombinationsdiagramm vor Publikum zeigt, sollte kurz erklären, welche Reihe zu welcher Achse gehört, bevor die eigentliche Diskussion beginnt. Diese eine Erklärung verhindert die meisten Missverständnisse im Meeting. Wer die Formellogik dahinter noch nicht sicher beherrscht, übt sie am besten direkt in praxisnahen Excel-Aufgaben, statt sie im Live-Meeting zum ersten Mal auszuprobieren.
> — Thomas Houza
Excel-Diagramme in echten Übungen statt nur in Tutorials üben
Die meisten Anleitungen zeigen Ihnen Screenshots, aber niemand korrigiert Sie, wenn Ihre Formel für die Hilfsdaten nicht stimmt. Es gibt Plattformen, auf denen Sie Diagrammschritte, WENN-Formeln und Datenaufbereitung direkt in einer Excel-ähnlichen Oberfläche üben und sofort Rückmeldung erhalten, ob Ihr Ansatz funktioniert, ganz ohne Registrierung.
Für den Einstieg in die Datenvorbereitung rund um Kombinationsdiagramme eignen sich die kostenlosen Excel-Übungen, die Formeln, Tabellenfunktionen und Datenaufbereitung praxisnah abdecken. Wer die Grundlagen aus dieser Anleitung vertiefen möchte, findet in den Kursen Excel I bis Excel III strukturierte Lektionen von der Tabellenarbeit bis zu Verweisfunktionen wie INDEX und WVERWEIS, jeweils mit direkter Anwendung statt reiner Theorie. Wer zusätzlich eine anerkannte Bestätigung der eigenen Kenntnisse anstrebt, kann sich mit der Vorbereitung auf die Microsoft Excel-Zertifizierung gezielt auf die Prüfung einstellen. Probieren Sie eine Übung aus, bevor Sie Ihr nächstes Diagramm in einem echten Report bauen.
Quellen
FAQ
Was ist ein Kombinationsdiagramm?
Ein Kombinationsdiagramm zeigt zwei oder mehr Diagrammtypen, etwa Säulen und Linien, in einer einzigen Grafik. In Excel erstellen Sie es über Einfügen → Empfohlene Diagramme → Alle Diagramme → Kombi.
Wie erstelle ich ein Diagramm mit mehreren Datenreihen in Excel?
Markieren Sie alle relevanten Spalten inklusive Überschriften und öffnen Sie den Kombi-Dialog. Dort weisen Sie jeder Datenreihe einzeln einen Diagrammtyp zu und aktivieren bei Bedarf die Sekundärachse.
Wie kann ich zwei Diagramme in Excel kombinieren?
Wählen Sie ein bestehendes Diagramm aus und öffnen Sie über Rechtsklick die Funktion Diagrammtyp ändern. Im Kombi-Reiter legen Sie fest, welche Reihe als Säule und welche als Linie erscheinen soll, ohne das Diagramm neu anlegen zu müssen.
Wie erstelle ich ein gruppiertes Säulendiagramm in Excel?
Ein gruppiertes Säulendiagramm entsteht, wenn Sie mehrere Datenreihen markieren und den Standardtyp „Gruppierte Säulen“ über Einfügen wählen, ohne den Kombi-Dialog zu nutzen. Wollen Sie zusätzlich eine Linie einblenden, wechseln Sie zum Kombinationsdiagramm und weisen einer Reihe den Linientyp zu.
Wann sollte ich statt eines Kombinationsdiagramms zwei getrennte Diagramme verwenden?
Wenn zwischen den beiden Kennzahlen kein direkter fachlicher Zusammenhang besteht oder die Skalen so weit auseinanderliegen, dass die Grafik verzerrt wirkt, sind zwei getrennte Diagramme meist verständlicher als eine gemeinsame Sekundärachse.
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